Ich kaufte einem Obdachlosen Shawarma und Kaffee – er gab mir eine Nachricht, die alles veränderte.
Ich hatte gerade einen langen Arbeitstag im Sportgeschäft in der Innenstadt hinter mir, als ich ihn zum ersten Mal sah. In der beißenden Kälte zog ich meinen Mantel enger um mich und ging zur Bushaltestelle, während ich von einem heißen Bad zu Hause träumte.
Auf meinem Weg kam ich an einem Schawarma-Stand vorbei, den es schon so lange gab, wie ich im Einkaufszentrum gearbeitet hatte. Ein Obdachloser und sein Hund näherten sich dem Stand; beide sahen wie erstarrt, müde und qualvoll hungrig aus.
„Werden Sie etwas bestellen oder nur da stehen bleiben?“, bellte der Verkäufer.
„Könnte ich vielleicht etwas heißes Wasser bekommen, Sir?“, fragte er leise.
„Auf keinen Fall!“, schnauzte der Verkäufer.
„Ich leite keine Wohltätigkeitsorganisation.“
Ich sah, wie sich der Gesichtsausdruck des Mannes verfinsterte. In diesem Moment hörte ich die Stimme meiner verstorbenen Großmutter in meinem Kopf. Instinktiv trat ich vor.

„Zwei Kaffees und zwei Shawarmas, bitte“, sagte ich schnell.
„Danke“, flüsterte er mit zitternder Stimme. „Gott segne dich.“
Ich brachte ein kurzes Lächeln zustande und wollte mich gerade abwenden, als er einen Zettel aus der Tasche zog und ihn mir in die Hand drückte. „Lies es zu Hause“, sagte er mit seltsamer Ernsthaftigkeit.
