„Ich erinnere mich an meine Schreie“, flüsterte sie. „Ich erinnere mich, wie ich David in meinen Armen hielt. Er war noch warm. Noch da. Und dann… war er weg.“
Mir war übel.
„Danach war ich nichts mehr. Ich verlor meinen Job. Ich konnte meine Rechnungen nicht mehr bezahlen. Ich ging nicht mehr ans Telefon. Mir war alles egal. Eines Tages, wie aus dem Nichts, war alles weg. Mein Zuhause. Meine Karriere. Mein Leben.“
„Das ist… verheerend“, sagte ich schwach.
„Und ich habe es einfach geschehen lassen.“
Dorothy sah mich dann an, ihre scharfen Augen waren erfüllt von etwas Tiefem und Unergründlichem.
„Das ist zu viel, Henry“, sagte sie.

„Das reicht nicht, Dorothy“, erwiderte ich.
„Sie ist… anders als ich erwartet hatte“, gab Sandra zu.
„Sie ist klug. Und freundlich. Und ganz ehrlich? Ihre Grammatik ist besser als die von uns beiden zusammen.“
„Hab ich’s dir doch gesagt“, grinste ich.
Innerhalb weniger Monate hatte sie eine Anstellung in der örtlichen Bibliothek. Innerhalb eines Jahres besaß sie ihre eigene kleine Wohnung.
Eines Abends besuchte ich sie in ihrer neuen Wohnung. Dort stand eine Tasse Tee für mich bereit, ihre Bücher waren ordentlich in den Regalen gestapelt.
„Du hast es geschafft, Dorothy“, sagte ich. „Das ist alles.“
„Wir haben es geschafft, Henry“, lächelte sie.
Und da wurde mir klar – manchmal braucht jemand nur eine kleine Geste der Freundlichkeit.
