„Wir hatten eine weitere Clubversammlung“, sagte er. „Wir haben abgestimmt. Einstimmig. Dein Abzeichen bleibt. Für immer.“
Ich starrte ins Feuer. „Warum der Sinneswandel?“
„Denn heute habt ihr uns daran erinnert, worum es hier wirklich geht“, sagte er. „Nicht um Geschwindigkeit. Nicht um Alter. Herz. Brüderlichkeit. Darum, sich seinen Platz zu verdienen.“
Am nächsten Morgen versammelten sich fünfhundert Motorradfahrer zur traditionellen Ausfahrt. An der Spitze fuhr ein älterer Herr auf einer Heritage Softail. Seine Jacke war mit der Zeit verblichen und erzählte Geschichten aus fünfzig Jahren Motorradfahren.

Sie hätten mich überholen können. Haben sie aber nicht.
Und ich? Ich fahre immer noch. Langsamer jetzt und nicht mehr so weit. Meine Knie schmerzen bei Kälte, und ich mache öfter Pausen. Aber jedes Mal, wenn ich mich auf den Sattel schwinge, fahre ich für jeden Bruder, den ich verloren habe. Für die Straße, die mich geprägt hat. Und für eine Bruderschaft, die weiterlebt, solange wir uns daran erinnern, wofür sie steht.
