Meine Enkelkinder hatten bereits ein Grab und einen Grabstein für mich reserviert – aber sie vergaßen, dass ich mehr als nur freundlich bin.

„Ich hab’s gehört, wisst ihr. Ihr habt über mein Grab und meinen Grabstein geredet. Habt ihr euch darüber lustig gemacht, dass ich das mit meiner Erbschaft bezahlen soll. Hat denn keiner von euch jemals daran gedacht, dass ich vielleicht noch nicht ganz bereit bin, begraben zu werden?“

Ihre Gesichter zeigten Überraschung. Und dann Scham. Gut so.

Ich blickte mich um und sah ihre verdutzten Gesichter.

„Wenn es euch nichts ausmacht, ich bin etwas müde. Gladys und ich haben um vier Bingo, und ich muss mich etwas ausruhen.“

„Spendest du wirklich dein ganzes Geld für wohltätige Zwecke?“

Ich zwinkerte ihr zu. „Das meiste. Genug für diese Reisen habe ich aber behalten. Willst du mit mir zum Grand Canyon kommen?“

Sie grinste. „Aber sicher doch.“

Und ich? Ich fahre nächsten Monat zum Grand Canyon. Wie sich herausstellte, ist das Leben zu kurz, um auf einen Grabstein zu warten.