Meine Schwester hat mich nach dem Tod unseres Vaters aus dem Haus geworfen – aber sie wusste nicht, dass er es vorausgesehen hatte.

Meine Schwester hat mich nach dem Tod unseres Vaters aus dem Haus geworfen – aber sie wusste nicht, dass er es vorausgesehen hatte.

Bevor mein Vater starb, lebten nur wir drei in seinem Haus – mein Vater, meine ältere Schwester (35) und ich. Ehrlich gesagt war sie aber kaum da. Sie schien sich nie als Teil unserer Familie zu fühlen. Das Haus war für sie eher eine Art Schlafplatz als ein richtiges Zuhause.

Vor zwei Wochen ist mein Vater gestorben. Wir standen uns unglaublich nahe – ganz anders als meine Schwester, die immer auf Distanz blieb.

Dann kam der Wille.

Beim Anwalt erfuhren wir, dass mein Vater das ganze Haus meiner Schwester vermacht hatte. Und ich? Ich habe seine alte Uhr bekommen.

Als ich es in den Händen hielt, wäre ich beinahe zusammengebrochen. Es fühlte sich an, als hielte ich ein Stück von ihm in den Händen.

Ein paar Tage lang lebten wir noch unter demselben Dach – bis meine Schwester plötzlich sagte: „Das war’s. Unsere Wege trennen sich hier. Du musst gehen.“

Ich war gerade von der Arbeit nach Hause gekommen. Und meine Sachen? Schon gepackt, einfach vor die Tür geworfen.

In Panik rief ich unseren Anwalt an und erzählte ihm, dass meine Schwester mich rausgeschmissen hatte und dass ich Rat brauchte.

Doch statt Mitgefühl hörte ich etwas Unerwartetes – er lachte.

„Ich kann es nicht fassen! Alles geschieht genau so, wie dein Vater es vorhergesagt hat. Komm morgen in mein Büro – ich habe etwas für dich.“

„Ich buche Ihnen ein Motel für die Nacht“, sagte er. „Oder eine Pension. Geben Sie mir nur zehn Minuten, dann schicke ich Ihnen ein Auto und die Adresse.“

Ich wartete auf seine Nachricht.

Als das Auto ankam, stieg ich ein und der Fahrer brachte mich zu einem netten kleinen Bed & Breakfast.

„Bitte schön, gnädige Frau“, sagte er und nahm meine Koffer heraus.

Ich hatte gerade meinen Pyjama ausgepackt, als der Besitzer an der Tür erschien.

„Dawn?“, fragte sie. „Matthew hat mich gebeten, dir etwas zu essen mitzubringen. Ich habe Makkaroni mit Käse und einen Salat.“

Ich konnte mein Glück mit dem Anwalt kaum fassen. Ich kannte ihn zwar nicht gut, aber wenigstens kümmerte er sich um mich.

Ich habe in dieser Nacht kaum geschlafen.

Am nächsten Morgen schleppte ich mich erschöpft und wie betäubt zu Matthews Büro. Er begrüßte mich mit einem warmen Lächeln.

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