Schwarzer Kunststoff, der für Küchenutensilien und Spielzeug verwendet wird.

DecaBDE wurde 2021 von der EPA vollständig verboten, da es mit einer Vielzahl von Gesundheitsproblemen in Verbindung gebracht wird, darunter Schilddrüsenfunktionsstörungen, hormonelle Ungleichgewichte, Krebs, neurologische Probleme, Entwicklungsstörungen bei Föten und Immuntoxizität.

Trotz des Verbots wurden in der Studie in 70 % der untersuchten Proben DecaBDE-Werte festgestellt, die das zulässige Limit um das 5- bis 1200-Fache überschritten. Schätzungen zufolge könnten Personen, die kontaminiertes Geschirr benutzen, täglich etwa 34,7 ppm dieser Substanz aufnehmen.

Am beunruhigendsten ist, dass diese Chemikalien eigentlich gar nicht mehr im Umlauf sein sollten.

Flammhemmende elektronische Geräte

Die meisten US-Haushalte besitzen über 20 elektronische Geräte – Smartphones, Fernseher, Laptops, Spielekonsolen –, die alle Flammschutzmittel enthalten, um die Brandgefahr zu minimieren. Diese Chemikalien finden sich auch in Möbeln, Autositzen, Teppichen, Yogamatten und anderen Alltagsgegenständen.

Mit der Zeit können Flammschutzmittel in die Luft entweichen und sich auf Oberflächen, einschließlich Lebensmitteln und Wasser, absetzen, die wir dann aufnehmen.

Einschränkungen der Studie

Die Studie konzentrierte sich ausschließlich auf schwarzen Kunststoff, daher ist unklar, ob Kunststoffe anderer Farben ähnliche Risiken bergen. Darüber hinaus gaben die Forscher die Markennamen der getesteten Produkte nicht bekannt.

Während auch andere Länder ähnliche Verunreinigungen gemeldet haben, fehlen in den USA noch spezifische Forschungsergebnisse zu Lebensmittelkontaktmaterialien. Andere Studien haben gezeigt, dass diese Chemikalien in Lebensmittel übergehen oder von Kindern durch das In-den-Mund-Nehmen von Spielzeug aufgenommen werden können.

Bromgehalt

Um die Toxizität zu bestimmen, analysierten Forscher 203 schwarze Kunststoffgegenstände auf Brom, einen wichtigen Indikator für das Vorhandensein von Flammschutzmitteln. Die 20 Gegenstände mit den höchsten Bromwerten wurden genauer untersucht.

Bromierte Flammschutzmittel sind hochgiftig und stellen aufgrund ihrer jahrelangen Verweildauer im Körper ein erhebliches Problem dar. Allein im Jahr 2018 verursachten sie dem US-amerikanischen Gesundheitssystem geschätzte Kosten von 159 Milliarden US-Dollar. Es gibt keine bekannte unbedenkliche Expositionsgrenze für diese Chemikalien.

Was können wir gegen dieses Problem tun?

Verbraucher können sich schützen, indem sie Marken unterstützen, die auf flammhemmende Materialien verzichten. Wenn Sie Küchenutensilien aus schwarzem Kunststoff besitzen, sollten Sie überlegen, diese gegen sicherere Alternativen wie Edelstahl oder Glas auszutauschen.

Vermeiden Sie die Wiederverwendung schwarzer Plastikbehälter von Take-away-Gerichten und füllen Sie die Speisen so schnell wie möglich um. Erhitzen Sie diese Behälter niemals in der Mikrowelle, da dies die Freisetzung von Chemikalien in Ihre Lebensmittel beschleunigen kann.

Fazit zu schwarzen Kunststoffen

Während Recycling eigentlich der Umwelt zugutekommen und Abfall reduzieren soll, führen Mängel im System dazu, dass gefährliche Stoffe aus Elektronikgeräten in Gegenständen landen, die wir täglich benutzen – von Kinderspielzeug bis hin zu Lebensmittelbehältern.

Bis strengere Kontrollen eingeführt sind, ist es ratsam, schwarzes Küchengeschirr aus Kunststoff zu meiden und stattdessen sicherere, transparentere Alternativen zu wählen.