Eine Fremde legte jede Woche Blumen an das Grab meines Mannes – eines Tages fand ich heraus, wer es war, und ich war sprachlos.

Eine Fremde legte jede Woche Blumen an das Grab meines Mannes – eines Tages fand ich heraus, wer es war, und ich war sprachlos.

Es ist ein Jahr her, seit mein Mann gestorben ist, und am 15. jedes Monats besuche ich sein Grab … nur ich, die Stille und unsere Erinnerungen. Doch immer war jemand vor mir da und legte frische Blumen nieder. Wer konnte das nur sein? Als ich es erfuhr, erstarrte ich vor Tränen.

Man sagt, Trauer verändere ihre Gestalt, verschwinde aber nie ganz. Nach 35 Jahren Ehe stand ich plötzlich allein in unserer Küche und war erschrocken über die Stille, wo sonst Dannys morgendliches Herumschlurfen gewesen wäre.

Ein Jahr nach dem Unfall war die Leere beim Aufwachen ohne ihn nicht leichter geworden…

„Mama? Bist du bereit?“ Alice stand in der Tür, die Autoschlüssel klimperten in ihrer Hand. Meine Tochter hatte die warmen braunen Augen ihres Vaters, die im richtigen Licht golden schimmerten.

„Ich wollte nur meinen Pullover holen, Liebling“, sagte ich und zwang mir ein Lächeln ab.

Es war der 15. – unser Jahrestag und meine monatliche Pilgerfahrt zum Friedhof. Alice hatte mich die letzten Monate begleitet, weil sie sich Sorgen machte, dass ich die Reise allein unternahm.

„Ich kann im Auto warten, wenn Sie etwas Zeit brauchen“, bot sie an, als wir durch die eisernen Tore fuhren.

„Das wäre schön, Schatz. Es dauert nicht mehr lange.“

Der Weg zu Dannys Verschwörung war mir vertraut geworden. Doch als ich mich näherte, blieb ich abrupt stehen.

Ein Strauß weißer Rosen lag perfekt arrangiert an seinem Grabstein.

„Das ist seltsam“, murmelte ich und beugte mich vor, um ihre weichen Blütenblätter zu berühren.

„Was ist los?“, rief Alice hinter mir.

„Jemand hat wieder Blumen hinterlassen.“

„Vielleicht ist es einer von Papas alten Arbeitskollegen?“

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