Schwarzer Kunststoff, der für Küchenutensilien und Spielzeug verwendet wird.
Eine aktuelle Studie hat alarmierende Mengen an giftigen Flammschutzmitteln in schwarzen Kunststoffen aufgedeckt, die in Alltagsprodukten wie Spielzeug und Küchenutensilien verwendet werden. Diese Schadstoffe stammen vermutlich aus recycelter Elektronik. Doch wie gelangen Bauteile aus ausrangierten Elektrogeräten in Lebensmittel und andere Produkte, die wir Kindern geben? Sehen wir uns das genauer an.
Ergebnisse der Studie über giftigen schwarzen Kunststoff
Unter den getesteten Produkten wiesen Spielzeug-Piratenmünzenperlen, die in Kinderkostümen verwendet werden, die höchste Konzentration an Flammschutzmitteln auf, bis zu 22.800 ppm. Das entspricht erstaunlichen 3 % des Gesamtgewichts des Spielzeugs.
Diese gefährlichen Chemikalien werden typischerweise in den Gehäusen von Elektronikgeräten wie Fernsehern verwendet. Forscher vermuten, dass diese Verbindungen aufgrund von Fehlern im Recyclingprozess in Konsumgüter gelangten und so zu einer unbeabsichtigten Verunreinigung führten.
Sogar Lebensmittelprodukte waren kontaminiert.
Die Studie fand diese Giftstoffe nicht nur in Spielzeug. Auch in schwarzen Sushi-Schalen aus Kunststoff wurden 11.900 ppm DecaBDE (Decabromdiphenylether), eine Chemikalie aus der PBDE-Familie, nachgewiesen.
Ein Bericht aus dem Jahr 2024 brachte hohe PBDE-Konzentrationen im Blutkreislauf mit einem um 300 % erhöhten Krebssterblichkeitsrisiko im Vergleich zu Personen mit geringer Belastung in Verbindung.

